- Jugendzentrum Oerlinghausen e.V. · Detmolder Straße 102 · 33813 Oerlinghausen -
- Telephon: 05202/490032 · eMail: jzo@knup.de · Web: http://jzo.knup.de/ -



JZO - Vergangenheit und Zukunft


Viele fragen sich sicherlich, nachdem es so lange Zeit still um das JZO war, wie es um die selbstverwaltete Jugendarbeit in Oerlinghausen steht und was sie für uns bedeutet, bzw. was die neue JZ Generation sich überhaupt unter ihrem Jugendzentrum vorstellt.
Mit diesem Papier möchten wir unsere Ideen für die Zukunft vorstellen, sowie einen Überblick über unsere derzeitige Situation liefern.


Unsere Vorstellungen von einem selbstverwalteten Jugendzentrum


Der wichtigste Punkt unseres Projektes besteht darin, dass wir unsere Jugendarbeit selbst organisieren. Wir möchten nicht nur ein Kulturangebot konsumieren, sondern auch selbst aktiv daran teilhaben und etwas produzieren. Gerade in der heutigen Zeit sehen wir es als wichtig an frühzeitig Eigeninitiative zu erlernen um eigene Ideen zu verwirklichen. Dazu gehört insbesondere Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen und sie nicht auf andere abzuschieben. Ebenso erforderlich ist eine gegenseitige Akzeptanz seiner Mitmenschen um ein friedliches Miteinander zu garantieren.


Die Vergangenheit


Seit dem Einzug in das Haus an der Detmolder Strasse 102 im Jahre 1996 hat sich im JZ-Verein viel getan.
Anfangs sah beinahe so aus, dass alles zu scheitern drohte, da sich nach dem Umzug ein grosser Teil der alten Mitglieder abgewandt hatte und die Motivation der übriggebliebenen Personen immer mehr nachliess.
Wir erfuhren jedoch schnell, dass nach wie vor Interesse an selbstverwalteter Jugendarbeit besteht.
Unsere ursprüngliche Planung war zunächst, alle Arbeiten am Haus fertig zu stellen, jedoch sahen wir uns aufgrund der grossen Nachfrage von BesucherInnen, Mitarbeitenden sowie insbesondere der finanziellen Notlage gegenüber gezwungen vorzeitig Veranstaltungen durchzuführen, die dazu dienten die Kosten für die benötigten Baumaterialien zu decken.
Der positive Aspekt des Ganzen war allerdings, dass sich schnell ein neuer BesucherInennkreis gebildet hatte, der daran interessiert war uns bei unserer Arbeit zu unterstützen.
Im Sommer 1999 sind wir letztendlich dazu über gegangen den regelmässigen Kneipenbetrieb (s.u.) wieder aufzunehmen. Um der starken Resonanz gerecht zu werden haben wir unser Programm bis heute ständig erweitert.
So haben wir in den letzten Monaten mehrmals in der Woche Themenkneipen mit veganem Essen angeboten, die jeweils mit bis zu 25 BesucherInnen besucht waren. Seit Oktober haben sich an den Wochenenden grössere Veranstaltungen (mit 50-120 BesucherInnen) wie Discos oder Konzerte etabliert.

Hier ein Wochenplan des letzten Monats:

nachmittags abends
Montag Gruppen/Bauen Kneipe mit Essen
Dienstag Gruppen/Bauen Diskussionsabend zu verschiedenen Themen des Alltags
Mittwoch Nachhilfe Kneipe mit Essen
Donnerstag Gruppen/Bauen Filmabend
Freitag Mädchengruppe Disco (monatl.)
Samstag Spiele-Cafe Konzert (monatl.)
Sonntag Frühstück Lindenstrassenkneipe


Zu diesen Terminen hinzu kommt die wöchentliche Hausversammlung am Donnerstag um 19:00h. Hier werden grundlegende Angelenheiten des Vereins diskutiert und Entscheidungen auf basisdemokratischer Ebene getroffen. Die Hausversammlung ist, genau wie alle anderen Veranstaltungen für jedermann offen.


Gruppen


Neben der Hausversammlung haben sich in letzter Zeit immer mehr Gruppen zu einzelnen Teilbereichen gebildet, die sich regelmässig unter der Woche treffen:

Wie bereits erwähnt haben wir in der Vergangenheit des öfteren mit Schulen zusammengearbeitet und möchten den Dialog auf dieser Ebene fortsetzen, da wir denken, dass Jugendarbeit sich nicht auf ein Haus beschränken sollte, sondern auch die restliche Zeit des Tages die Jugendlichen begleiten sollte.


Finanzierung und Zukunft


Da wir derzeit keine finanzielle Unterstützung aus öffentlichen Quellen erhalten und nicht alle Kosten aus eigener Tasche, bzw, durch die geringen Mitgliedsbeiträge finanzieren können, haben wir in der Vergangenheit das Gros der Kosten durch Veranstaltungen kompensieren können. Da aufgrund einiger bautechnischer Mängel uns derzeit allerdings die Nutzung diesbezüglich vom Bauamt untersagt wurde sind wir derzeit ausschliesslich damit beschäftigt die Instandsetzung des Gebäudes zu realisieren. Da daher die Einnahmen durch die Veranstaltungen jedoch zur Zeit unterbleiben sind wir momentan in einer finanziellen Notlage, sodass wir bisweilen mehrere Wochen warten müssen bis wieder benötigte Baumaterialien beschafft werden können, da sich die Nebenkosten allein schon auf über 300 DM im Monat belaufen.
Wir gehen allerdings davon aus, die vom Bauamt angeorderten Reperaturen bis Ende Mai dieses Jahres erledigt zu haben.

http://jzo.knup.de/docs/situation/april2000.shtml