- Jugendzentrum Oerlinghausen e.V. · Detmolder Straße 102 · 33813 Oerlinghausen -
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Viele fragen sich sicherlich, nachdem es so lange Zeit still um das
JZO war, wie es um die selbstverwaltete Jugendarbeit in Oerlinghausen
steht und was sie für uns bedeutet, bzw. was die neue JZ Generation
sich überhaupt unter ihrem Jugendzentrum vorstellt.
Mit diesem Papier möchten wir unsere Ideen für die Zukunft
vorstellen, sowie einen Überblick über unsere derzeitige
Situation liefern.
Der wichtigste Punkt unseres Projektes besteht darin, dass wir unsere Jugendarbeit
selbst organisieren. Wir möchten nicht nur ein Kulturangebot konsumieren, sondern
auch selbst aktiv daran teilhaben und etwas produzieren. Gerade in der heutigen Zeit
sehen wir es als wichtig an frühzeitig Eigeninitiative zu erlernen um
eigene Ideen zu verwirklichen. Dazu gehört insbesondere Verantwortung
für das eigene Tun zu übernehmen und sie nicht auf andere abzuschieben.
Ebenso erforderlich ist eine gegenseitige Akzeptanz seiner Mitmenschen
um ein friedliches Miteinander zu garantieren.
Seit dem Einzug in das Haus an der Detmolder Strasse 102 im Jahre 1996
hat sich im JZ-Verein viel getan.
Anfangs sah beinahe so aus, dass alles zu scheitern drohte, da sich
nach dem Umzug ein grosser Teil der alten Mitglieder abgewandt hatte
und die Motivation der übriggebliebenen Personen immer mehr nachliess.
Wir erfuhren jedoch schnell, dass nach wie vor Interesse an selbstverwalteter
Jugendarbeit besteht.
Unsere ursprüngliche Planung war zunächst, alle Arbeiten am Haus
fertig zu stellen, jedoch sahen wir uns aufgrund der grossen Nachfrage von
BesucherInnen, Mitarbeitenden sowie insbesondere der finanziellen Notlage
gegenüber gezwungen vorzeitig Veranstaltungen durchzuführen,
die dazu dienten die Kosten für die benötigten Baumaterialien
zu decken.
Der positive Aspekt des Ganzen war allerdings, dass sich schnell ein neuer
BesucherInennkreis gebildet hatte, der daran interessiert war uns bei unserer
Arbeit zu unterstützen.
Im Sommer 1999 sind wir letztendlich dazu über gegangen den
regelmässigen Kneipenbetrieb (s.u.) wieder aufzunehmen. Um der
starken Resonanz gerecht zu werden haben wir unser Programm bis heute
ständig erweitert.
So haben wir in den letzten Monaten mehrmals in der Woche Themenkneipen
mit veganem Essen angeboten, die jeweils mit bis zu 25 BesucherInnen
besucht waren.
Seit Oktober haben sich an den Wochenenden grössere Veranstaltungen
(mit 50-120 BesucherInnen) wie Discos oder Konzerte etabliert.
Hier ein Wochenplan des letzten Monats:
| nachmittags | abends | |
|---|---|---|
| Montag | Gruppen/Bauen | Kneipe mit Essen |
| Dienstag | Gruppen/Bauen | Diskussionsabend zu verschiedenen Themen des Alltags |
| Mittwoch | Nachhilfe | Kneipe mit Essen |
| Donnerstag | Gruppen/Bauen | Filmabend |
| Freitag | Mädchengruppe | Disco (monatl.) |
| Samstag | Spiele-Cafe | Konzert (monatl.) |
| Sonntag | Frühstück | Lindenstrassenkneipe |
Neben der Hausversammlung haben sich in letzter Zeit immer mehr Gruppen
zu einzelnen Teilbereichen gebildet, die sich regelmässig unter der
Woche treffen:
Da wir derzeit keine finanzielle Unterstützung aus öffentlichen
Quellen erhalten und nicht alle Kosten aus eigener Tasche, bzw, durch
die geringen Mitgliedsbeiträge finanzieren können, haben wir
in der Vergangenheit das Gros der Kosten durch Veranstaltungen
kompensieren können. Da aufgrund einiger bautechnischer
Mängel uns derzeit allerdings die Nutzung diesbezüglich
vom Bauamt untersagt wurde sind wir derzeit ausschliesslich damit
beschäftigt die Instandsetzung des Gebäudes zu realisieren.
Da daher die Einnahmen durch die Veranstaltungen jedoch zur Zeit
unterbleiben sind wir momentan in einer finanziellen Notlage, sodass wir
bisweilen mehrere Wochen warten müssen bis wieder benötigte
Baumaterialien beschafft werden können, da sich die
Nebenkosten allein schon auf über 300 DM im Monat belaufen.
Wir gehen allerdings davon aus, die vom Bauamt angeorderten
Reperaturen bis Ende Mai dieses Jahres erledigt zu haben.