Selbstvernetzung



  1. Projektidee

  2. Verlauf des Projektes

  3. Ausloeser

  4. weitere Infos



1. Projektidee



    Computer, Internet... mit diesen Begriffen kann heute so ziemlich jeder Jugendliche etwas anfangen, aber wenn es um die Frage geht wie es im Detail funktioniert ist die Anzahl der Personen, die diese Frage beantworten können wesentlich geringer.
    Die meisten Jugendlichen benutzen ihren Computer zum spielen, "surfen" oder um mal einen Text für die Schule zu tippen, die wenigsten wissen jedoch, was auf dem eigenen Rechner alles so passiert und was in bestimmten Situationen zu tun ist, wenn der Computer mal nicht so will, wie man es gerne hätte.
    Diesen und anderen Problemen rund um die EDV möchten wir auf den Grund gehen, indem wir selbstständig ein Konzept für eine EDV-Anlage entwickeln und dieses in die Tat umsetzen.
    Die entsprechende Anlage soll dann in Eigenregie von den Jugendlichen von Grund auf eingerichtet werden und einerseits dazu genutzt werden den Umgang mit EDV kennen zu lernen, sowie Kenntnisse zu erweitern. Des weiteren soll das Rechnersystem möglichst effizient in den Betrieb unseres Jugendzentrums eingebunden werden und so für weitere Arbeiten zur Verfügung stehen. Interessierte sollen dann hier mit kompetenter Hilfe Zugang zu dem System erlangen und erlernen ihre Arbeiten effizient am Computer umzusetzen.
    Ziel dieses Projektes soll sein Erfahrungen im Umgang mit neuen Medien zu sammeln, die unserer Meinung nach auf dem heutigen Arbeitsmarkt unersetzbar sind.
    Ebenso ist es uns wichtig, dass gleichwohl Mädchen und Jungen an unserem Projekt teilnehmen, da wir immer noch das Gefühl haben, dass für Mädchen hier ein größerer Nachholbedarf besteht, was die EDV-Kenntnisse betrifft.


2. Verlauf des Projektes



    Beginnen wird unser Projekt mit dem Zusammenbau der Rechnersysteme, hier wird es zum größten Teil darum gehen, die einzelnen Hardware- Komponenten kennen zu lernen und zu verstehen wie sie funktionieren. Insbesondere ist es uns hier wichtig, dass die Teilnehmer hinterher selbstständig einen Computer zusammenbauen, defekte Komponenten austauschen und Zusätzliche einbauen können. Keiner soll also auf einen Techniker angewiesen sein, sondern sich sicher fühlen selbst Hand anzulegen.
    Die zweite Etappe führt uns zur Installation des Betriebssystems. Hier ist Linux geradezu prädestiniert für unser Projekt. Im Gegensatz zu kommerziellen Lösungen wie Microsoft Windows ist Linux frei für jeden verfügbar. Jeder hat ausdrücklich das Recht Änderungen vorzunehmen, zu experimentieren und an der Weiterentwicklung des Systems zu partizipieren. Angespornt durch diese Freiheit haben sich im Laufe der Jahre eine Menge Mitarbeiter für dieses "Projekt" Linux gefunden, die weltweit über das Internet den Fortschritt dieses Systems vorangetrieben haben. Heute ist Linux zu einem ausgewachsenen System avanciert, um das IT-Fachkräfte keinen Bogen mehr machen können, das von namhaften Firmen wie z.B. IBM [1] und HP [2] aktiv gefördert wird, und auch von beispielsweise Behörden wie dem Deutschen Bundestag [3] oder der Stadt Mexiko [4] genutzt wird, bzw. werden soll und das aus gutem Grund, schließlich ist die Verwendung dieses Systems nicht nur frei sondern auch noch absolut kostenlos.
    Für unser Projekt ist dies also die beste Grundlage, da durch Linux nicht noch zusätzlich horrende Kosten für Software Anschaffung ins Haus stehen. Warum sollten wir also Windows für teueres Geld kaufen, wenn es Linux umsonst gibt ? (s.u.)
    Nachdem die Installation des Betriebssystems abgeschlossen ist, wird es darum gehen unsere Systeme für unsere Zwecke einzurichten. Hierbei soll ein besonderer Augenmerk darauf gelegt werden, dass unsere EDV-Anlage für verschiedene Anwendungsbereiche zur Verfügung stehen soll, wir möchten unsere Computer nicht zu teuren Schreibmaschinen degradieren, sondern so viel wie möglich mit ihnen anfangen. Insbesondere soll es auch darum gehen Menschen den Zugang zur EDV zu vermitteln, die sich bisher davor verschlossen haben, die Rechner sollen also nicht nur von denen nutzbar sein, die sich ohnehin schon damit auskennen, sondern hier geht es explizit darum Neulingen einen Einstieg zu bieten. Des weiteren möchten wir jedem den Zugang zum Internet ermöglichen und mit einer e-Mail-Adresse ausstatten und nach Wunsch auch mit einer eigenen Webseite. Während das Web sich heutzutage fast zu einem passiven Konsummedium wie Fernsehen gewandelt hat, möchten wir uns wieder stärker darauf besinnen selbst etwas darin anzubieten. Was das sein wird ist natürlich abhängig von den jeweiligen Interessen der Teilnehmer. Musikinteressierte Jugendliche könnten z.B. ihre selbstproduzierten Stücke im Web zur Verfügung stellen, während Photographie begeisterte sicherlich Interesse daran fänden ihre eigenen Bilder im Web zu präsentieren. In Zusammenarbeit mit Musikern könnte Musik am Computer produziert oder auch nur aufgenommen werden, eigene CDs erstellt werden u.v.m..
    Das Erstellen einer eigenen Webseite wird jedoch nur ein Teil sein, die Jugendlichen sollen ebenso erlernen effizient nach Informationen zu suchen und nicht im bunten Wirrwarr des Web unterzugehen.
    Des weiteren wird unsere Aufgabe sein den Jugendlichen ein gesundes Maß an Sicherheitsbewusstsein zu vermitteln. Daten die durchs Internet gesandt werden können prinzipiell von jedem eingesehen werden, wie verhalte ich mich also dementsprechend, dass meine Privatsphä re gewahrt bleibt ?
    Zu guter letzt möchten wir das Computersystem mehr in unsere Jugendzentrumsarbeit eingliedern, hier könnte es z.B. darum gehen mit Hilfe des Computers eine Disco zu gestalten oder Live-Übertragungen von Konzerten ins Web zu bringen.


3. Auslöser



    Auslöser die uns dazu bewegt haben dieses Projekt ins Leben zu rufen waren unter anderem die Erfahrungen in der Schule und im Alltag, dass unserer Meinung nach die heutige Jugend viel zu wenig Kompetenzen im Umgang mit neuen Medien aufweist, bzw. diese nur einseitig, nämlich konsumierend geprägt sind.
    Insbesondere konnten wir auch durch die Mitarbeit als Teamer in einem Informatikeinführungskurs am Oberstufenkolleg in Bielefeld einen Eindruck in die EDV-Kompetenzen der heutigen Jugend bekommen. Erschreckend mussten wir dabei feststellen, dass allein anhand des Interesses die weiblichen Teilnehmer in der Minderheit waren, ebenso war klar erkennbar, dass teilweise immer noch eine sehr hohe Hemmschwelle im Umgang mit EDV besteht.
    Unserer Meinung nach wird diesen Problemen in der Schule mangels Zeit viel zu wenig Beachtung geschenkt, hier möchten wir mit unserem Projekt gegensteuern. Sicherlich ist uns bewusst, dass unser Projekt keine schulische Ausbildung ersetzen kann, dennoch sind wir zuversichtlich, was das Interesse an unserer Arbeit betrifft und hoffen auf rege Teilnahme an unseren Veranstaltungen.

4. Weitere Infos



    Wenn ihr an weitere Infos ueber dieses Projekt interessiert seid meldet euch am besten auf der dazugehoerigen Mailingliste an.

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