Selbstvernetzung
- Projektidee
- Verlauf des Projektes
- Ausloeser
- weitere Infos
1. Projektidee
Computer, Internet... mit diesen Begriffen kann heute so ziemlich
jeder Jugendliche etwas anfangen, aber wenn es um die Frage geht wie
es im Detail funktioniert ist die Anzahl der Personen, die diese Frage
beantworten können wesentlich geringer.
Die meisten Jugendlichen benutzen ihren Computer zum spielen, "surfen"
oder um mal einen Text für die Schule zu tippen, die wenigsten
wissen jedoch, was auf dem eigenen Rechner alles so passiert und was in
bestimmten Situationen zu tun ist, wenn der Computer mal nicht so will,
wie man es gerne hätte.
Diesen und anderen Problemen rund um die EDV möchten wir auf den
Grund gehen, indem wir selbstständig ein Konzept für eine
EDV-Anlage entwickeln und dieses in die Tat umsetzen.
Die entsprechende Anlage soll dann in Eigenregie von den Jugendlichen
von Grund auf eingerichtet werden und einerseits dazu genutzt werden
den Umgang mit EDV kennen zu lernen, sowie Kenntnisse zu erweitern.
Des weiteren soll das Rechnersystem möglichst effizient in den
Betrieb unseres Jugendzentrums eingebunden werden und so für weitere
Arbeiten zur Verfügung stehen. Interessierte sollen dann hier mit
kompetenter Hilfe Zugang zu dem System erlangen und erlernen ihre
Arbeiten effizient am Computer umzusetzen.
Ziel dieses Projektes soll sein Erfahrungen im Umgang mit neuen Medien
zu sammeln, die unserer Meinung nach auf dem heutigen Arbeitsmarkt
unersetzbar sind.
Ebenso ist es uns wichtig, dass gleichwohl Mädchen und Jungen an
unserem Projekt teilnehmen, da wir immer noch das Gefühl haben,
dass für Mädchen hier ein größerer Nachholbedarf
besteht, was die EDV-Kenntnisse betrifft.
2. Verlauf des Projektes
Beginnen wird unser Projekt mit dem Zusammenbau der Rechnersysteme, hier
wird es zum größten Teil darum gehen, die einzelnen Hardware-
Komponenten kennen zu lernen und zu verstehen wie sie funktionieren.
Insbesondere ist es uns hier wichtig, dass die Teilnehmer hinterher
selbstständig einen Computer zusammenbauen, defekte Komponenten
austauschen und Zusätzliche einbauen können. Keiner soll also
auf einen Techniker angewiesen sein, sondern sich sicher fühlen
selbst Hand anzulegen.
Die zweite Etappe führt uns zur Installation des Betriebssystems.
Hier ist Linux geradezu prädestiniert für unser Projekt. Im
Gegensatz zu kommerziellen Lösungen wie Microsoft Windows ist
Linux frei für jeden verfügbar. Jeder hat ausdrücklich
das Recht Änderungen vorzunehmen, zu experimentieren und an der
Weiterentwicklung des Systems zu partizipieren. Angespornt durch diese
Freiheit haben sich im Laufe der Jahre eine Menge Mitarbeiter für
dieses "Projekt" Linux gefunden, die weltweit über das
Internet den Fortschritt dieses Systems vorangetrieben haben. Heute ist
Linux zu einem ausgewachsenen System avanciert, um das IT-Fachkräfte
keinen Bogen mehr machen können, das von namhaften Firmen wie z.B.
IBM [1] und HP [2] aktiv gefördert wird, und auch von beispielsweise
Behörden wie dem Deutschen Bundestag [3] oder der Stadt Mexiko [4]
genutzt wird, bzw. werden soll und das aus gutem Grund, schließlich
ist die Verwendung dieses Systems nicht nur frei sondern auch noch absolut
kostenlos.
Für unser Projekt ist dies also die beste Grundlage, da durch Linux
nicht noch zusätzlich horrende Kosten für Software Anschaffung
ins Haus stehen. Warum sollten wir also Windows für teueres Geld
kaufen, wenn es Linux umsonst gibt ? (s.u.)
Nachdem die Installation des Betriebssystems abgeschlossen ist, wird es
darum gehen unsere Systeme für unsere Zwecke einzurichten. Hierbei
soll ein besonderer Augenmerk darauf gelegt werden, dass unsere
EDV-Anlage für verschiedene Anwendungsbereiche zur Verfügung
stehen soll, wir möchten unsere Computer nicht zu teuren
Schreibmaschinen degradieren, sondern so viel wie möglich mit ihnen
anfangen. Insbesondere soll es auch darum gehen Menschen den Zugang zur
EDV zu vermitteln, die sich bisher davor verschlossen haben, die
Rechner sollen also nicht nur von denen nutzbar sein, die sich ohnehin
schon damit auskennen, sondern hier geht es explizit darum Neulingen
einen Einstieg zu bieten. Des weiteren möchten wir jedem den
Zugang zum Internet ermöglichen und mit einer e-Mail-Adresse
ausstatten und nach Wunsch auch mit einer eigenen Webseite.
Während das Web sich heutzutage fast zu einem passiven
Konsummedium wie Fernsehen gewandelt hat, möchten wir uns wieder
stärker darauf besinnen selbst etwas darin anzubieten. Was das
sein wird ist natürlich abhängig von den jeweiligen Interessen
der Teilnehmer. Musikinteressierte Jugendliche könnten z.B. ihre
selbstproduzierten Stücke im Web zur Verfügung stellen, während
Photographie begeisterte sicherlich Interesse daran fänden ihre
eigenen Bilder im Web zu präsentieren. In Zusammenarbeit mit
Musikern könnte Musik am Computer produziert oder auch nur
aufgenommen werden, eigene CDs erstellt werden u.v.m..
Das Erstellen einer eigenen Webseite wird jedoch nur ein Teil sein, die
Jugendlichen sollen ebenso erlernen effizient nach Informationen zu
suchen und nicht im bunten Wirrwarr des Web unterzugehen.
Des weiteren wird unsere Aufgabe sein den Jugendlichen ein gesundes Maß
an Sicherheitsbewusstsein zu vermitteln. Daten die durchs Internet
gesandt werden können prinzipiell von jedem eingesehen werden, wie
verhalte ich mich also dementsprechend, dass meine Privatsphä
re gewahrt bleibt ?
Zu guter letzt möchten wir das Computersystem mehr in unsere
Jugendzentrumsarbeit eingliedern, hier könnte es z.B. darum gehen
mit Hilfe des Computers eine Disco zu gestalten oder
Live-Übertragungen von Konzerten ins Web zu bringen.
3. Auslöser
Auslöser die uns dazu bewegt haben dieses Projekt ins Leben zu rufen
waren unter anderem die Erfahrungen in der Schule und im Alltag, dass
unserer Meinung nach die heutige Jugend viel zu wenig Kompetenzen im
Umgang mit neuen Medien aufweist, bzw. diese nur einseitig, nämlich
konsumierend geprägt sind.
Insbesondere konnten wir auch durch die Mitarbeit als Teamer in einem
Informatikeinführungskurs am Oberstufenkolleg in Bielefeld einen
Eindruck in die EDV-Kompetenzen der heutigen Jugend bekommen.
Erschreckend mussten wir dabei feststellen, dass allein anhand des
Interesses die weiblichen Teilnehmer in der Minderheit waren, ebenso
war klar erkennbar, dass teilweise immer noch eine sehr hohe
Hemmschwelle im Umgang mit EDV besteht.
Unserer Meinung nach wird diesen Problemen in der Schule mangels Zeit
viel zu wenig Beachtung geschenkt, hier möchten wir mit unserem
Projekt gegensteuern. Sicherlich ist uns bewusst, dass unser Projekt
keine schulische Ausbildung ersetzen kann, dennoch sind wir
zuversichtlich, was das Interesse an unserer Arbeit betrifft und hoffen
auf rege Teilnahme an unseren Veranstaltungen.
4. Weitere Infos
Wenn ihr an weitere Infos ueber dieses Projekt interessiert seid meldet euch am
besten auf der dazugehoerigen Mailingliste an.
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